Neue Leitlinien zur Überprüfung der HP-AnwärterInnen

von Georg

Am 22.12. hat das Bundesministerium für Gesundheit die «Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und -anwärtern nach § 2 des Heilpraktikergesetzes in Verbindung mit § 2 Absatz 1 Buchstabe i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz» - wie das Dokument offiziell heißt – im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Gegenüber dem Entwurf, der den Verbänden, Ländern und anderen seit Herbst 2017 vorlag, hat es kaum Änderungen gegeben. Zwei Details seien hier genannt:

  • Im Punkt 2.3 „Bewertung der Überprüfungsleistungen und Bestehen“ heißt es nur noch, dass beim Nicht-Bestehen angenommen wird, dass von der AnwärterIn eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder der PatientInnen ausgeht. Im Entwurf dagegen war noch beschrieben, dass beim Bestehen festgestellt wird, dass keine Gefahr besteht. Der Begriff „Feststellen“ wurde auch an anderen Stellen herausgestrichen. Das war bei der Anhörung dem Vertreter des deutschen Städtetages wichtig, um eine eventuelle Haftung der Amtsärzte auszuschließen.
  • Außerdem sind im mündlich-praktischen Teil der Überprüfung die praktischen Aufgaben nicht mehr als Option, sondern als ein Soll formuliert. Dazu wurde an anderer Stelle auch der Begriff „Demonstration von Fertigkeiten“ aufgenommen.

Die Leitlinien treten am 22. März 2018 in Kraft.

Die HP-Prüfungen am 21. März 2018 sind davon aber noch nicht betroffen. Überhaupt bleibt abzuwarten, wie rasch die neuen Leitlinien umgesetzt werden. Nach wie vor sind ja die einzelnen Bundesländer für die Prüfungen verantwortlich. In wie weit sich also ab Herbst 2018 bei „unseren“ Gesundheitsämtern die Prüfungen ändern werden, ist jetzt noch nicht abzusehen.

Als Mitgliedschule es Werteverbundes unabhängiger Heilpraktikerschulen e.V. sind wir aktiv an den Entwicklungen beteiligt und haben unsere StudentInnen im Laufe des Jahres 2017 ständig über die Entwicklungen berichtet. Bei uns gibt es also keine unangenehmen Überraschungen - Sie sind immer bestens auf alles vorbereitet.

Heute Abend trudeln die Erfolgsmeldungen herein

von Georg

Unsere HP-AbsolventInnen haben die schriftliche Überprüfung bestanden und damit die erste Etappe auf dem Weg zur Heilpraktiker-Erlaubnis genommen.

Auch der Werteverbund unabhängiger Heilpraktikerschulen e.V. hat eine Hürde genommen: Wir wurden vom Bundesministerium für Gesundheit zur Anhörung eingeladen, um zum Entwurf des BMG der neuen Leitlinien für der zukünftigen HP-Überprüfungen Stellung zu nehmen.

Solide und seriöse Arbeit zahlt sich eben aus.

Wir gratulieren unseren StudentInnen und dem Werteverbund!

Ein Memorandum am Ende des Sommerloches

von Georg

Manche haben sich wahrscheinlich, aus dem Urlaub zurückkommend, über die Mail-Flut gewundert, die aufgrund des Münsteraner Memoradums in die E-Postfächer geschwappt ist. Aber mal ehrlich - da ist nichts, was man nicht vorher schon gehört hat: Einige Personen sagen einschlägig bekannte Sätze - Meinungen, die durch die FDP und teilweise von den Grünen auch schon vor Monaten und Jahren vorgetragen wurden. Spätestens seit 2012 konnte man wissen, wohin die Reise gehen soll. Und das, was seit Mitte 2016 geschieht, ist ja erst der Einstieg. Ich fasse hier das Bisherige kurz zusammen:

  • Die Länder geben die Verantwortung  in Bundeshand (Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern),
  • die Medien veröffentlichen Aufreger und
  • die Verbände der Heilberufe (z.B. Physio- und ErgotherapeutInnen) ernten die ersten Früchte ihrer langjährigen Arbeit.

Die Interessengemeinschaft HP-Ausbildung (IG-HPA) sieht die Änderung des HP-Gesetzes als Chance, die Prüfungen zu vereinheitlichen und die Qualität weiterhin zu steigern. Wer mehr über die Arbeit der IG-HPA erfahren will, schaue mal auf die Website vom Werteverbund unabhängiger Heilpraktikerschulen e.V.

Blick in die Schweiz: KomplementärTherapie

von Georg

Die Kinesiologie ist im März 2017 in die Prüfungsordnung für den eidgenössischen Abschluss aufgenommen worden. Inzwischen kann man die höhere Fachprüfung in 16 verschiedenen Methoden ablegen. Der Beruf heißt: KomplementärTherapeutIn. Auch die HeilpraktikerInnen haben inzwischen einen eidgenössischen Abschluss - vorbildlich. Demnächst erscheint in der Zeitschrift WIR des HP-Verbandes Freie Heilpraktiker e.V. ein Artikel dazu. Empfehlenswert, sehr informativ.

Was uns in 2017 beschäftigen wird...

von Georg

Seit Anfang des Jahres beschäftigt uns, neben den üblichen Tätigkeiten, die Änderung des Heilpraktiker-Gesetzes vom Dezember letzten Jahres. Als Mitgliedsschule des Werteverbundes unabhängiger Heilprakikterschulen (WuHPS) engagieren wir uns natürlich voll und ganz. Der WuHPS e.V. sorgt dafür, dass die Interessen der StudentInnen und Schulen bei der Entwicklung der neuen Richtlinien Gehör findet.